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Malteser Hildesheim

Schoko statt Hack

Hildesheimer Malteser bekochten die Teilnehmer der 72-Stunden-Aktion

27.05.2019
Das Ergebnis kann sich sehen lassen und schmeckt: Peter Dziewit und seine Frau Anne mit dem Chili sin Carne der Hildesheimer Malteser; Bildquelle: Lukas/Malteser

Hildesheim (mhd). Schoko ist das neue Fleisch – aber dunkel muss es sein. Mit drei großen Tafeln Bitterschokolade verfeinerte Malteserin Anne Dziewit am Samstagmorgen, 25. Mai, das Chili sin Carne für die Teilnehmer der 72-Stunden-Aktion in Hildesheim. Ein altes Hausrezept. Wenn kein Fleisch im mexikanischen Eintopf schwimmt, dann soll das Chili durch Schokolade betont werden. Der Erfolg gab ihr recht, die jungen Esser waren zufrieden.

Schon seit 8.30 Uhr standen Peter Dziewit und seine Frau Anne mit Monika Harupa in der Großküche der Hildesheimer Malteser-Dienststelle. Rund 70 Liter Chili sin Carne – also das bekannte Chili con Carne ohne Fleisch – köchelten dort langsam in einem riesigen Topf auf 80 Grad. Alles frisch, kein Fertigeintopf aus der Dose, wie Anne Dziewit versichert. Auf das Fleisch habe man verzichtet mit Rücksicht auf Vegetarier, erklärt die erfahrene Malteserin. Gegen 11.30 Uhr wurden die rund 130 Essensportionen dann umgefüllt in Warmhaltekanister – rechtzeitig, ehe die Fahrer des Orgateams der 72-Stunden-Aktion eintrafen und das Chili in zwei Touren zu sieben Aktionsgruppen in Hildesheim und Umgebung brachten. Auch die Fahrer selbst und zwei kleinere Gruppen wurden später noch in der Dienststelle der Malteser versorgt.

In den Genuss des Malteser-Schoko-Chilis kamen so etwa die 20 Teilnehmer der Augustinusschule, die sich im Bernwardkrankenhaus für einen guten Zweck einsetzten, sowie die jungen Aktivisten an der Vinzenzpforte. Etwas weiter fuhr der Essensbus in das Evangelische Pfarrzentrum Bodenburg, wo 14 hungrige Ministrantenmägen der Pfarrgemeinde St. Gallus warteten, und zur 25-köpfigen Gruppe „Flügelstark“ in St. Ansgar im Süden Hildesheims.

An der 72-Stunden-Aktion beteiligen sich vom 23. bis 26. Mai bundesweit rund 80.000 Jugendliche in etwa 3.300 Aktionsgruppen. In 72 Stunden versuchen sie, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Träger sind im Bistum Hildesheim der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der Fachbereich Jugendpastoral des Bischöflichen Generalvikariats, die diese Aktion bereits dreimal organisiert haben. Zum zweiten Mal taten sich jetzt die katholischen Jugendverbände bundesweit zusammen, um gemeinsam die größte Sozialaktion von Jugendlichen in Deutschland auf den Weg zu bringen. Im Bistum Hildesheim haben Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil die Schirmherrschaft übernommen.

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