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Malteser Hildesheim

Vielfalt auf vier Rädern

Malteser unterstützten „Hildesheimer Wallungen“ mit dem „KulTour“-Bus und im Sanitätsdienst

07.07.2019
Malteserin Nina Querfeld und ihr „KulTour“-Bus sorgen für Mobilität; Bildquelle: Schulze/Malteser

Hildesheim (mhd). Diese Leckereien hätte es bei den „Hildesheimer Wallungen“ ohne die Malteser nicht gegeben: „Geschichten aus dem Picknickkorb“ servierte eine Gruppe von Behinderten im Rahmen eines inklusiven Theaterprojektes des TfN am Sonntagnachmittag, 7. Juli, im Hildesheimer Ehrlicherpark. Gefahren wurden sie vom „KulTour“-Bus der Malteser, der auch andere Behinderte zu den „Wallungen“ brachte.

Kultur ist für alle da, aber nicht für alle gleich gut zu erreichen. Mit einer körperlichen oder auch geistigen Beeinträchtigung kommt man nicht so leicht dorthin, wo die Musik – oder auch Theater und Ausstellungen – spielen. Seit 2017 bietet der „KulTour“-Bus der Malteser Abhilfe und fährt Menschen verschiedenster Beeinträchtigungen zu Kulturveranstaltungen in Stadt und Landkreis Hildesheim.

Das nutzten am Wochenende auch Shirley, Raffaela, Anja und andere aus verschiedenen Wohngruppen im Raum Hildesheim. Mit Theaterpädagogin Clara-Maria Scheim ließen sie die Besucher beim „Picknick im Park“ aus ihren Körben naschen und darüber nachdenken, was ihnen wichtig ist im Leben. Sind es Geld und Macht? Oder nicht doch eher das Lächeln eines Fremden, Freunde, Verwandte und eine schöne Blumenwiese?

Seit Mai hatte Clara-Maria Scheim mit ihren jungen Performancekünstlerinnen und -künstlern für den Auftritt im Ehrlicherpark geprobt, jeweils freitags von 17 bis 18.30 Uhr im Theater für Niedersachsen. Die acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer – zwei wohnen in Gruppen der „Lebenshilfe“, fünf bei der „Diakonie Himmelsthür“ und eine junge Dame kam privat mit Betreuung – haben dabei kein festes Stück eingeübt, sondern sich selbst und ihre Erfahrungen eingebracht. Damit bereicherten sie dann am Sonntag die „Hildesheimer Wallungen“ und trotzten mit ihrer Lebensfreude Wind und kühlen Temperaturen. „Das Projekt KulTour der Malteser hat unser inklusives Theaterprojekt überhaupt erst ermöglicht und war wahnsinnig hilfreich für uns“, freute sich Clara-Maria Scheim, die mit ihren 21 Jahren noch studiert, aber bereits über große Erfahrung im Bereich Theaterpädagogik verfügt.

Auch die Gruppe „Wilderers“ aus verschiedenen Wohngruppen der „Diakonie Himmelsthür“ wusste den Service der Malteser zu schätzen und ließ einige ihrer Künstlerinnen und Künstler mit dem KulTour-Bus zu den Wallungen bringen. Darüber hinaus verbrachten dank der Malteser auch einige Privatpersonen mit verschiedenen Einschränkungen schöne Stunden bei den Wallungen.

Kaum zu übersehen war schließlich der Sanitätsbus der Hildesheimer Malteser, der im Hintergrund für Notfälle oder Verletzungen aller Art bereitstand. Glücklicherweise wurde er weit seltener gebraucht als der KulTour-Bus des katholischen Hilfsdienstes.

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